Ein queerer Blick auf „Die Fledermaus“ im Pride Monat

Neufassung der Dialoge von Jürgen Bauer und Moritz Franz Beichl

Für die Pride Edition von Johann Strauß‘ „Die Fledermaus“ an der Volksoper Wien, die im Juni 2026 zum ersten Mal auf die Bühne kommt, durfte ich mit Moritz Franz Beichl eine neue Textfassung schreiben.

Alljährlich im Juni wird im Pride Month die Sichtbarkeit queerer Kultur gefeiert, aber auch an den Kampf gegen Ausgrenzung und Diskriminierung erinnert. Pride ist Widerstand und Lebensfreude! Und welches Werk wäre besser geeignet, um anlässlich dieses Fests einen neuen Blick auf Erotik, Liebe und gesellschaftliche Erwartungen zu werfen als Johann Strauß’ Die Fledermaus?

Ausgerechnet Operette? Ja – kein Genre ist queerer! Von Beginn an subversiv und freizügig war sie stets auch ein Spiel mit Geschlechterrollen und Sehnsüchten. Mit Maskerade und Verwandlung erzählt sie von Menschen, die andere Identitäten annehmen – oder annehmen müssen. Was verändert sich nun, wenn Beziehungen nicht automatisch heterosexuell sind? Wenn gesellschaftliche Normen nicht nur vergnügliche Täuschungen, sondern existenzielle Lebenslügen hervorbringen?

Für diese Säule des Repertoires verfassen Jürgen Bauer und Moritz Franz Beichl eine neue Textfassung. Egal wie Sie lieben oder sich definieren – feiern Sie mit uns den Pride Month, die Operette und das befreiende Lachen über jene Masken, die die Gesellschaft uns aufzwingen will.

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Bild: Volksoper Wien